Gordon Lithgow von der University of Manchester hat ein Protein gefunden, das uns vor Krebs schützt und gleichzeitig bestimmt, wie lange wir leben. "Wir haben Eiweiße gefunden, die Krebs beim Menschen verhindern, indem sie die Teilung von Zellen verhindern, die beschädigt sind. Und sie legen die Lebensspanne von Würmern fest", erklärt Lithgow, der seine Ergebnisse heute in "Science" vorstellt.
"Unsere Forschung zeigt, dass diese Kontrolleiweiße nicht nur in sich teilenden Zellen arbeiten, sondern auch in sich nicht mehr teilenden. Sie scheinen zwei Funktionen zu haben, das erlaubt uns eine neue Sicht auf die Verbindung zwischen Altern und Krebs", sagt Lithgow.
Wissenschaftler wissen bereits lange, dass statistisch die Krebsgefahr im Alter zunimmt, konnten bislang aber nicht festmachen, wodurch dieser Zusammenhang verschuldet wird. Durch Untersuchungen an genetisch veränderten Würmern der Spezies C. elegans konnte Lithgow jetzt die Doppelfunktion der Kontrolleiweiße für Krebs und Altern belegen. Wurden die Eiweiße genetisch ausgeschaltet, lebten die Würmer bis zu einem Drittel länger.
Lithgow will jetzt herausfinden, ob die von ihm untersuchten Eiweiße auch beim Menschen für die Verbindung für das Altern verantwortlich sind: "Die Kontrolleiweiße könnten ein kürzeres Leben bringen, aber eines das frei ist von Krebs."
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