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Was ist Krebs? Was ist Krebs?

Krebs ist eine Krankheit des Erbguts (Genoms), die meist im Laufe des Lebens erworben wird. Jedoch ist Krebs nicht gleich Krebs, es gibt hunderte verschiedener Krebserkrankungen, die sich alle aus einer bestimmten Zelle aufgrund genetischer Veränderungen in bösartige Neubildungen wandeln. Unkontrolliertes wachsen von Körperzellen, die gesundes Gewebe verdrängen oder zerstören bezeichnet man damit als Krebs. Fangen die bösartigen Neubildungen an zu wachsen, spricht man von einem Tumor. Bösartige Tumore breiten sich im Gegensatz zu gutartigen Tumoren im Gewebe und weiteren Organen im Körper des Erkrankten aus, die betroffenen Zellen können Ihre Funktion nicht mehr ausüben. Bösartige Wucherungen können sich in jedem Organ und Gewebe des Körpers entwickeln. Da anfangs keine Beschwerden auftreten, wird eine Erkrankung mit Krebs häufig nur durch Zufall oder zu spät erkannt. Nur regelmässige Vorsorgeuntersuchungen können dem vorbeugen.

Was sind die häufigsten Krebsformen?

Frauen: Haut, Speiseröhre, Lunge, Brust, Darm, Leber, Magen, Blut, Knochenmark, Eierstöcke, Bauchspeicheldrüse
Männer: Lunge, Magen, Haut, Prostata, Hoden, Galle, Leber, Magen, Darm, Speiseröhre, Knochenmark


Was sind die Ursachen für Krebs?

Trotz intensiver Forschung sind die Ursachen der meisten Krebserkrankungen bisher nicht bekannt. Jedoch gibt es einige Faktoren, die die Entstehung von Krebs begünstigen können. Risikofaktoren für die Entstehung von Krebs ist z.B. eine falsche Ernährung, die Magen-Darm-Krebs auslöst, ausserdem sind Infektionen und Umweltgifte häufig Auslöser der Krankheit.

Wie unterscheiden sich Krebstumoren von gutartigen Tumoren?

Krebstumore unterscheiden sich anhand dreier Kennzeichen von gutartigen Tumoren. Sie wachsen:

  • infiltrierend, wenn die Tumorzellen die Gewebegrenzen überschreiten und in benachbartes Gewebe eindringen

  • destruierend, wenn sie dabei umliegendes Gewebe zerstören

  • metastasierend, wenn sie durch Blut- und Lymphgefäße wachsen oder durch Abtropfung Tochtergeschwulste (Metastasen) bilden


Was begünstigt die Erkrankung mit Krebs?

  • geschwächtes Immunsystem z.B. Aids
  • rauchen als Risikofaktor für Lungenkrebs
  • radioaktive Strahlung kann zu Leukämie (Blutkrebs) führen
  • chemische Substanzen die krebserregend wirken, z.B. Asbest, Benzoldämpfe
  • psychische Belastung die den Körper schwächen
  • Sonnenbestrahlung für die Haut


Wie kann ich dem Krebs vorbeugen?

  • regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durchführen lassen
  • nicht rauchen
  • körperliche Betätigung, regelmässiger Sport
  • gesunde Ernährung
  • Übergewicht vermeiden
  • Den Kontakt mit krebserregenden Stoffen vermeiden


Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

  • Operation und damit die Entfernung des Tumors
  • Strahlentherapie mit radioaktiven Stoffen, Röntgenstrahlen, Protonentherapie und Mikrowellen
  • Immuntherapie
  • Medikamentenbehandlung mit Zytostatika, Hormontherapie
  • Palliative Behandlung
  • Einnahme von Schmerzmitteln
  • Schmerzbehandlung für die Besserung der Lebensqualität
  • Ausreichende Ernährung


Gibt es Begleiterscheinungen bei Krebs?

Körperliche und psychische Begleitsymptome sind nicht selten während einer Erkrankung mit Krebs, oftmals leiden die Erkrankten an Übelkeit. Diese ist auf die Krebsbehandlung zurück zu führen, meist ausgelöst durch die Chemotherapie. Krebspatienten, denen bereits durch die Behandlung schlecht geworden ist, macht die Angst vor erneutem Erbrechen sehr zu schaffen. Jedoch gibt es hierfür einige Behandlungsformen, um die Übelkeit zu verringern oder gar ganz abzuwenden. Auch Probleme mit der Sexualität kann eine Begleiterscheinung der Krebserkrankung sein, jedoch sollte dies kein Tabuthema darstellen. Mann und Frau sollten offen darüber sprechen können, um die Sorgen des Partners zu verstehen und ihm dabei zu helfen. Die chronische Müdigkeit bei Krebs, auch Fatigue genannt, ist wohl die häufigste Begleiterscheinung. Betroffene Patienten klagen über Mattigkeit, Müdigkeit, Schwere, Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit, Schwäche und/oder Erschöpfung. Das Gefühl der körperlichen und geistigen Erschöpfung ist auf die geringen Energiereserven während der Krankheit und der verringerten Muskelkraft zurückzuführen.

Warum gibt es keine Impfung gegen Krebs?

Tumorzellen und gesunde Körperzellen unterscheiden sich in den Strukturen, die sie auf ihren Oberflächen tragen. Deshalb sollte es prinzipiell möglich sein, einen Impfstoff zu entwickeln, der das Immunsystem eines Kranken zur Bildung von Antikörpern anregt, die Tumorzellen angreifen und vernichten, gesunde Körperzellen jedoch verschonen. Da diese Unterschiede zwischen den Oberflächenantigenen oft nur minimal sind, waren bisher alle Versuche in dieser Richtung gescheitert. Es war nicht möglich, eine gezielte Immunantwort auszulösen, die ausschließlich gegen die Tumorzellen gerichtet war.

Welche Krebsbehandlungen gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man drei Arten von Behandlungen, die kurative, adjuvante und die palliative Krebsbehandlung. Angewandte Methoden in der kurativen Krebsbehandlung sind die Chirurgie, die Chemotherapie und die Strahlentherapie. Bei der adjuvanten Behandlung wird zusätzlich zu den aufgeführten Therapien noch eine Chemo- oder Strahlentherapie auch nach der operativen Entfernung eines Tumors durchgeführt. Die zuletzt aufgeführte palliative Krebsbehandlung soll zur Lebensqualität des Patienten beitragen und die Schmerzen lindern, heilen kann diese den Krebs jedoch nicht.

rki.de/21.11.2005 - Phoenix Redaktion zk
 
 
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