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Betreuung von Patienten mit Herzinsuffizienz verbessern
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Wie die Ärztezeitung berichtete, haben die AOK Westfalen-Lippe, der Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK), der Landesverband Praxisnetze Westfalen-Lippe (LPWL) und das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen ein Projekt ins Leben gerufen, um die Versorgung von Patienten mit Herzinsuffizienz verbessern.

Die Patienten, die für ein Jahr in das dafür geschaffene Projekt »HerzAs« aufgenommen werden, sollen lernen, die Signale des Körpers zu erkennen und zu deuten, bevor sich schwerwiegende Gesundheitsschäden einstellen. Auch die Stärkung der Eigenverantwortung, der Selbständigkeit, der Mobilität und somit der Lebensqualität soll durch das Projekt erreicht werden.

Die in das Projekt integrierten Patienten, die zuvor wegen einer Herzerkrankung stationär in Behandlung waren, werden von speziell geschultem Personal in die Nutzung der Geräte, zum Beispiel zur Messung von Blutdruck und des EKG, eingewiesen. Die gemessenen Werte werden regelmäßig mit den Betreuern des Projekts verglichen, so dass eine eventuelle Verschlechterung sofort auffällt und eine frühzeitige Behandlung einsetzen kann.

Ziel des Projektes ist die Verbesserung des Selbstmanagements und der Compliance des Patienten, denn gerade hier ist die Mitarbeit des Patienten außergewöhnlich wichtig. Bei vielen Patienten könnte diese Art der Betreuung zu einer verstärkten Wahrnehmung der eigenen Gesundheit führen und ihnen Sicherheit geben. Außerdem erhofft man sich eine Senkung der Zahl der Selbsteinweisungen ins Krankenhaus, wenn der betreuende niedergelassene Arzt nicht erreichbar ist.

Während des gesamten Projektes werden die Patienten in regelmäßigen Abständen von ihrem Hausarzt und einem Kardiologen überwacht. Die so ermittelten Daten werden an das Institut für angewandte Telemedizin (IFAT) übermittelt und bei Bedarf an den behandelnden Kardiologen weitergeleitet, um das weitere Vorgehen zu besprechen. »Wir hoffen, dass der Patient nach einem Jahr Experte seiner Sache ist«, so Dr. Heinrich Körtke vom IFAT.



Autor: Jörg Matthes
Fachkrankenpfleger / Leiter Health-Care Service
PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co KG
Letztes Update: 27.02.2008



 
 
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