Amerikanische Forscher untersuchten, wie Patienten von intensiver Hilfe nach einem Herzinfarkt profitieren konnten. Dazu gehören zum Beispiel Einzelgespräche über die Bedeutung ihrer Medikamente und ein Entlassungsvertrag aus dem Krankenhaus, in dem der Patient sich verpflichtet, seine Medikamente regelmäßig zu nehmen und zu Nachsorgeuntersuchungen zu kommen. Erstaunt und bestürzt stellen die Forscher von der University of Michigan in einem Artikel für die "Archives of Internal Medicine" fest, dass Frauen weniger gut nachbetreut werden als Männer. Dadurch steigt ihr Risiko, an den Folgen eines Herzinfarktes zu versterben. Noch wissen die Forscher nicht, warum Ärzte und Schwestern bei Frauen weniger Wert auf die Nachbetreuung legen. Sie vermuten, es könne mit dem im Schnitt um fünf Jahre höheren Alter der Patientinnen zu tun haben, bei denen die Behandlungsteams weniger Wert auf eine strenge Nachsorge legen könnten. Beweise dafür gibt es aber bislang nicht. Insgesamt verbessert eine intensive Betreuung nach einem Herzinfarkt aber die Chance der Patienten, das erste Jahr nach einem Herzinfarkt zu überleben.
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