Sie befinden sich hier:
MyPIN Herz und Kreislauf
Haben Frauen andere Schlaganfall Symptome?
Drucken
Bild
Anscheinend kann sich nicht nur ein Herzinfarkt bei Frauen anders äußern, sondern auch ein Schlaganfall.

Tritt ein Schlaganfall auf, ist das ein absoluter Notfall. Das heißt, derjenige muss sofort in ein Krankenhaus und dort behandelt werden. Was aber, wenn die akute Hirndurchblutungsstörung zu spät erkannt wird?

Ein Schlaganfall oder eine TIA (vorübergehende Hirndurchblutungsstörung) äußern sich traditionell zum Beispiel durch ein einseitiges Taubheitsgefühl in Arm, Bein oder Gesicht sowie einseitige Lähmung. Aber auch durch Sehstörungen, Übelkeit und Erbrechen oder einen herabhängenden Mundwinkel.

Bei Frauen scheint sich die akute Hindurchblutungsstörung eher anders zu äußern. Lynda Lisabeth, Forscherin an der University of Michigan in Ann Arbor, Michigan (USA), befragte 461 Frauen und Männer. Alle hatten einen ischämischen Schlaganfall oder eine transitorische ischämische Attacke (TIA) erlitten und sollten ihre Symptome schildern.

„Frauen zeigten eher nicht-traditionelle Symptome, hierbei vor allem Verwirrtheit, Orientierungsstörungen oder Bewusstseinsverlust“, sagt Lisabeth. Bei den meisten der befragten Patienten und Patientinnen traten jedoch die traditionellen Anzeichen auf, oder eine Kombination beider Symptomgruppen.

Professor Wolfram Delius, Kardiologe aus München, erklärt, warum es wichtig ist, auch nicht eindeutige Symptome eines Schlaganfalls oder Herzinfarkts ernst zu nehmen.

Herr Delius, wenn die Symptome eines Schlaganfalls bei Frauen tatsächlich abweichen können, was bedeutet das für die Behandlung?

Ein Schlaganfall oder eine transitorische ischämische Attacke (TIA) stellen absolute Notfälle dar. Solche Patienten müssen sofort in eine Klinik überwiesen werden. Dort bekommen sie ein Medikament, welches das Gerinnsel im Hirn auflösen (Lyse) kann. Diese Therapie hilft aber nur innerhalb der ersten drei Stunden, nachdem die Symptome aufgetreten sind. Wird ein Schlaganfall nicht rechtzeitig festgestellt, weil die Anzeichen verkannt werden, kommt eine Lysetherapie nicht mehr infrage. Folglich steigt das Risiko für bleibende Hirnschäden.

Wie sieht es bei einem Herzinfarkt aus?

Hier gilt das Gleiche. Bei Frauen kann sich eine Herzattacke anders äußern, als bei Männern. Statt dem typischen Brustschmerz berichten Frauen eher über Übelkeit, Oberbauchschmerzen, Müdigkeit und Bauchschmerzen. Der Herzinfarkt kann so eher übersehen werden. Aber auch hier ist es enorm wichtig, dass die Patienten umgehend ins Krankenhaus kommen und ein Arzt das verschlossene Herzkranzgefäß öffnet. Sonst leiden die Betroffenen stärker unter den Folgen eines Herzinfarkts.

Welche sind das?

Bei einem Herzinfarkt geht Herzmuskelgewebe zugrunde. In Folge entsteht dort eine Narbe. Wird die Herzattacke nicht rechtzeitig behandelt, kann das unter anderem zu einer Herzinsuffizienz, also Herzschwäche führen.

Was sollten Frauen beachten?

Man muss einfach daran denken, dass bei Frauen das Beschwerdebild von den klassischen Symptomen eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls abweichen kann. Frauen sollten auch unspezifische Symptome, die plötzlich auftreten, ernst nehmen und einen Arzt aufsuchen.



Dr. Martina Melzer / GesundheitPro; 18.06.2009




 
 
 Werbung

contour
Abbildung ähnlich
Homepage des Anbieters


Produkt bestellen

fresubin+energy
Abbildung ähnlich
Homepage des Anbieters


Produkt bestellen

neocate
Abbildung ähnlich
Homepage des Anbieters


Produkt bestellen

attends+slip
Abbildung ähnlich
Homepage des Anbieters


Produkt bestellen

clearblue
Abbildung ähnlich
Homepage des Anbieters
Multimedia des Anbieters

Produkt bestellen

acc+akut
Abbildung ähnlich
Homepage des Anbieters
Multimedia des Anbieters

Produkt bestellen