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Frauen trifft es häufiger

Rund drei Millionen Deutsche leiden unter Inkontinenz. Nur wenige trauen sich, das Tabuthema beim Arzt anzusprechen. Dabei gibt es gute Therapiemöglichkeiten

In Deutschland leiden nach Erkenntnis von Fachärzten rund drei Millionen Menschen unter Inkontinenz. Dabei seien deutlich mehr Frauen als Männer betroffen, sagte der Präsident der Europäischen Gesellschaft für Urologie (EAU), Udo Jonas, zum Auftakt der europäischen Urologentagung am 21. März in Berlin. «Während rund 2,6 Millionen Frauen inkontinent sind, ist es nur bei etwa 400 000 Männern in Deutschland ein Problem.»

Medikamente oder Operation

Frauen über 65 Jahren seien dabei besonders häufig betroffen. «Trotz der eingeschränkten Lebensqualität gehen viele Frauen jedoch erst spät zum Arzt», sagte der Urologe. «Alles unterhalb der Gürtellinie ist noch immer Tabu, da wollen viele nicht drüber reden.» Dabei könne den Betroffenen meist durch Medikamente oder eine Operation gut geholfen werden. Inkontinenz bei Frauen wird häufig durch Schwangerschaften und die damit verbundene Schwächung des Beckenbodens verursacht. Zu dem Berliner Jahreskongress werden bis Samstag rund 13 000 Teilnehmer erwartet.

dpa/GesundheitPro; 22.03.2007

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