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Die häufigsten Wohngifte auf einen Blick
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Sie lauern in Decken, Wänden oder in Fußbodenbelägen. Mittlerweile sind die gesundheitsschädigenden Auswirkungen vieler Wohngifte bekannt. Hier ein Überblick:

Asbest
  • Mögliche Quelle: Asbest-Zement (z.B. Fassaden und Dächer), Wasserrohre, PVC-Cushion-Vinyl-Böden.

  • Anmerkung: Seit 1979 verboten. Die Bauindustrie verzichtet aber erst seit 1991 weitgehend auf die Verwendung.

  • Mögliche Auswirkungen: Kann Asbestose (Asbeststaublunge), Lungenkrebs und Mesotheliom (Tumor des Brust- oder Bauchfells) verursachen.

Formaldehyd
  • Mögliche Quelle: Fußbodenversiegler (Parkett, Laminat), Tapeten, Teppichkleber, Spanplatten, Möbel.

  • Anmerkung: Kann noch in den erwähnten Quellen enthalten sein. Im Jahr 1986 wurde lediglich der Grenzwert gesenkt.

  • Mögliche Auswirkungen: Reizt Schleimhäute, kann Entzündungen der Atemwege, Kopfschmerzen und Lungenschäden auslösen.

Lösungsmittel
  • Mögliche Quelle: Farben, Lacke, Tapeten, Teppiche, Dämm- und Kunststoffe.

  • Mögliche Auswirkungen: Führen zu Kopfschmerzen, Schleimhautreizungen. Hirn-, Nerven-, Leber- und Nierenschäden möglich. Krebsverdächtig.

PCB (polychlorierte Biphenyle)
  • Mögliche Quelle: Ausdünstungen von Weichmachern in Dichtungsmassen oder Flammschutzmitteln.

  • Anmerkung: Anwendung seit 1989 in Deutschland verboten.

  • Mögliche Auswirkungen: Schädigen das Immunsystem. Hautkrankheiten möglich. Stehen auch im Verdacht, das Erbgut zu schädigen.

PCP (Pentachlorphenol)
  • Mögliche Quelle: Holzverkleidungen und –decken, Fensterrahmen, Türen, Möbel.

  • Anmerkung: Seit 1989 als Wirkstoff in Holzschutzmitteln verboten.

  • Mögliche Auswirkungen: Kann Kopfschmerzen, Herz- und Kreislaufstörungen sowie Leberschäden auslösen. Krebsverdächtig.

PVC (Polyvinylchlorid)
  • Mögliche Quelle: Vielseitig verwendeter Kunststoff, z.B. in Rolläden, Vorhängen und Rohren.

  • Mögliche Auswirkungen: Reizhusten, Bronchialkatarrh. Beeinträchtigt möglicherweise die Fortpflanzungsfähigkeit.

TBT (Tributylzinn)
  • Mögliche Quelle: In schimmelfesten Anstrichen im Haushalt, PVC-Böden.

  • Mögliche Auswirkungen: Schwächt die Abwehrkräfte und beeinträchtigt das Hormonsystem.

Schimmelpilze
  • Mögliche Quelle: Wände, und Decken, oft nicht sichtbar.


GesundheitPro 12.09.2001




 
 
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